update_1 -/De Herkunft, unter der künstlerischen Leitung von Jean-Marie Dallet, Dozent an der EESI (Ecole Européenne Supérieure de l'Image in Poitiers (FR) gab einen Überblick über 30 interaktiven digitalen Kunstwerke, die auf eine innovative Weise die neuen Medien verwenden.
Die Ausstellung zeigte Werke von den Künstlern Peter Beyls, Jean-Louis Boissier, Anouk De Clercq, Edmond Couchot & Michel Bret, Chris Cunningham, Francois Curlet, Jean-Marie Dallet, Koen De Decker, Driessens & Verstappen, Masaki Fujihata, Jerry Galle, Tobias Grewenig, Thierry Guibert, Peter Kogler, Piotr Kowalski, Christian Laroche, William Latham, Sol LeWitt, Lia, Matt Mullican, David Renaud, Soda Play, Koen Theys, Erki de Vries.
Piotr Kowalski: eine Hommage - In Hommage an den 2004 verstorbenen Künstler / Wissenschaftler Piotr Kowalski, richtete Update_1 ein spezieller Raum ein mit nur seinen Werken die ständig zwischen Kunst und Wissenschaft schippern. In der Kunst von Kowalski ist Wissenschaft etwas näheres zum Menschen, als eine Möglichkeit um mit der uns umgebenden Welt zu interagieren.

In Update_2 wurden Meisterwerke aus der Sammlung des ZKM von Jim Campbell, Heinz Mack, Piero Fogliati, Bruno Munari, Kovac Architecture, Masaki Fujihata, Golan Levin, Wolfgang Münch, Jeffrey Shaw, Toni Oursler und Bruce Nauman ausgestellt. Esther Polak, Michell und Jean-Pierre Hartmann produziert neues Werk für die Zebrastraat. Im Rande der Ausstellung fand ein umfassendes Programm statt, mit Film, molekular-Kochen, Vorträgen, Debatten, einem Konzert, ... Parallel zu der ZKM-Ausstellung wurden 12 Werke aus mehr als 70 Einsendungen ausgewählt und auf der Site des Zebrastraat in Gent präsentiert.
Eine internationale Jury wählte die verschiedenen Kunstprojekten auf Dienstag, 29. Januar 2008 aus den Einträgen aus 16 verschiedenen Ländern (Belgien, Niederlande, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Schweiz, Österreich, Rumänien, Slovenien, Japan, Israel, USA, Neuseeland, Kanada, Brasilien, Paraguay, ...) Die Jury bestand aus Jean-Marie Dallet (Professor und Kurator Update I) - Philippe Van Cauteren (Direktor SMAK Gent) - Françoise Meesen (Foundation Liedts-Meesen) - Dirk De Wit (Direktor BAM) - Stef Van Bellingen (Berater Zebrastraat / Künstlerische Leitung des Verbands WARP) - Esther Polak (Künstlerin - Ars Electronica Linz Laureate 2005).
Die nominierten Künstler waren Juliana Borinski & P-L Cashier (BR / FR), Frederik De Wilde (BE), Kurt D'Haeseleer (BE), Nick Ervinck (BE), Wim Janssen (BE), Christoph Wachter und Mathias Jud (CH), Leroy + Leroy (FR), Julien Maire (FR), Christophe Hans Meier (DE), Open Ended Group (US) und Janek Schaefer (UK)

Die Jury vergab ihren Preis im Höhe von € 5000 am Sonntag, 1. Juni, 2008, an Julien Maire (FR) für das Werk Exploded Camera, und der Publikumspreis wird an Nick Ervinck (BE) zugewiesen für sein Werk Studies 2004-2006. Die Installation Exploded Camera (2007) von Julien Maire (1969, Metz, FR) wird von Philippe Van Cauteren zur Präsentation im SMAK-Museum in Gent (Museum of Contemporary Art), 13/12/2008 - 22/02 /2009 ausgewählt.
Motivation der Jury für die Wahl für "Exploded Camera" Julien Maire
"Exploded Camera" ist eine räumliches Kunstwerk, basiert auf einen Angriff mit Bomkamera auf Kommandant Massoud in der Zeit des '9/11'. Die Jury hatte mehrere Beweggründe um diese Arbeit zu krönen:
- Bindung von Kunst mit internationalen Politik und Wirtschaft
- Die intelligente Nutzung von Technologie
- Die "Medien Archäologie" (die Verarbeitung von verschiedenen Film-und pre-Kino-Geräte)
- Obwohl die Kunstform der eine Explosion im Raum (Dekonstruktion) zu sein scheint, ist es eigentlich eine Konstruktion einer etwas in Vergessenheit geratenen Realität
- Die perfekte Ausführung der Arbeiten, trotz der fragilen Erscheinung
- Die Versuchung, sich umzudrehen und ermöglichen dem Besucher, um die Arbeit zu entwirren
Julien Maire (aus Frankreich, lebt und arbeitet aber in Berlin) reagierte sehr enthusiastisch. Es gibt bereits nicht viele Preise für die Künstler, die nicht in den traditionellen Medien (Malerei oder Bildhauerei) arbeiten, aber er ist besonders erfreut, dass die Geschichte von Massoud besser außerhalb Frankreich und Deutschland bekannt wird. Die Ermordung von Massoud wurde das Thema von französischen investigativen Journalismus, und zwei Jahre nach seinem Tod, machte man sogar eine Briefmarke mit seinem Porträt. Als wichtigsten Führer der Anti-Taliban-Allianz, gilt er als Nationalheld in Afghanistan. Die technischen Mittel sind für Julien Maire dem Impakt der Gesamtdarstellung untergeordnet; er will auch den Betrachter die (manipulierte) Realität verwirklichen.
Das Publikum zeichnete das Werk des Künstler Nick Ervinck Studies 2004-2006 aus. Als Ergebnis dieser Auswahl gab die Stiftung Liedts-Meesen dem Künstler die Gelegenheit, um seine Computer-animierte Bilder zu einem überlebensgroßen Installation umzusetzen. In der Nacht vom 28 auf 29/07/2009 wurden zwei identische, aber gespiegelte Frame-Strukturen auf den Dächern der Zebrastraat platziert. Die Skulpturen sind jeweils 12 Meter lang und 6 Meter breit. Das Kunstwerk, genannt WARSUBEC, wurde in Venlo (NL) gebaut, und mit einem speziellen Transport nach Gent gebracht.

update_3 / Body Sound war eine Ausstellung des Centre Pompidou, Service New Media Design, entworfen vom Bureau des Mésarchitectures, Paris, und realisiert von dem Zebrastraat, auf Initiative der Stiftung Liedts-Meesen, Gent, unter der künstlerischen Leitung von Christine Van Assche. Aus der Sammlung des New Media Abteilung des Centre Pompidou wurden Meisterwerke ausgewählt. Die Herausforderung bestand darin, eine solide Geschichte der Kunst zu präsentieren. Große Namen in moderne und aktuelle Kunst wie Bruce Nauman, Vito Acconci, Manon de Boer, Celeste Boursier-Mougenot, Casten Nicolai Alva Noto, Anouk De Clercq, Didier Faustino, Mike Kelly / Scanner, Martin Creed, Adam Mc. Ewen, Keiko Owada, Väino Mika, Chris Marker, Ugo Rondinone, Emmanuel Lagarrigue und Sémiconductor wörden während eines Parcours mit Bild und Ton neben und durch einander präsentiert. Die Architekten des Bureau des Mésarchitectures, Paris, machten dafür eine spezielle Szenografie.
Zum zweiten Mal wurde ein Preis unter dem Banner der neuen technologischen Bildende Kunst Liedts Meesen organisiert, mit einer Präsentation von 10 Werken. Die Künstler wurden aus 264 Einsendungen aus über 45 verschiedenen Ländern ausgewählt. Eine internationale Jury, bestehend aus Peter Weibel (ZKM Karlsruhe Direktor), Jean-Marie Dallet (Paris 8 University Professor und Kurator Update_1), Philippe Van Cauteren (Direktor SMAK, Gent), Françoise Meesen (Liedts-Meesen Foundation), Dirk De Wit (Direktor BAM - Institut für Audiovision, Bildende und Medienkunst), Stef Van Bellingen (Berater Zebrastraat / Künstlerische Leitung des Verbands WARP), Christine Van Assche (Curator of New Media Centre Pompidou, Paris), Art Yan (Messeveranstalter E-Arts Festival, Shanghai), Nick Ervinck (Künstler, Publikumpreis Update_2 Sieger), Julien Maire (Künstler, Laureat des Preises Update_2).
Die 10 nominierten Künstler waren : Perry Bard, USA, Man With A Movie Camera : The Global Remake, Luque Sanchez Félix, Spanien, Chapter I: The Discovery Installation, Boris Debackere, Belgien, Probe, Peter Alwast, Australien, Everything, Peter Beyls, Belgien, Petri, Dominika Sobolewska, Polen, RGB-Red-Green-Blue, Go Eun Im, Südkorea, SEE(N), Christoph De Boeck, Belgien, Staalhemel, Arthur Elsenaar, die Niederlande, Face Shift, Julien Gachadoat, Frankreich, Gravity.
Die Jury vergab ihren Preis im Höhe von € 5000 am Sonntag, 20. Juni, 2010, an Julien Gachadoat (FR) für das Werk Gravity. Ein gemeinsames Publikumspreis wird an Gravity und SEE(N) von Go Eun Im (Südkorea). Motivation der Jury für die Wahl des Werkes "Gravity".
Julien Gachadoat Laureat des New Technological Art Award Stiftung Liedts Meesen-2010
Mit Gravity wählt die Jury für eine interaktive real-time Installation, die Architektur, Telefonie und Typografie verschmelzt. Über SMS kan der Betrachter einen Textnachricht versenden. Diese wird dan auf eine Wand projektiert, um einen poetischen Dialog zwischen Architektur und Publikum zu etablieren. Auf einer einzigartigen und überraschenden Weise und mit einem besonderen Attraktion gelingt es Julien Gachadoat die Texte formal und visuel auf dem richtigen Weg zu schicken. Julien Gachadoat mit Gravity, und Go Eun Im mit SEE(N) bekamen gemeinsam, in ex aequo, den Publikumspreis. Auch die südkoreanische Eun Im Go weiß, wie man das Publikum mit einer persönlichen Sicht zu betrachten und zu erinnern verführt. Das interaktives Werk SEE(N), sehen und gesehen werden, lenkt den Blick in die Richtung einer erfinderischen und künstlerischen Manie.